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Kleimann, Bernd; Wannemacher, Klaus (2004)

E-Learning an deutschen Hochschulen. Von der Projektentwicklung zur nachhaltigen Implementierung

From HIS – Hochschul-Informations-System GmbH

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Review by: Seufert, Sabine (2004-10-20)

Die Studie wurde 2003 durchgeführt, um einen umfassenden und neutralen Überblick über den Stand der Entwicklungen und des Einsatz von E-Learning an deutschen Hochschulen zu geben. Im ersten Kapitel des Berichts werden zunächst die seit 1998 initiierten Förderprogramme von Bund und Ländern deskriptiv vorgestellt. Die Zusammenstellung belegt, welch grosse Fördersummen bereits in E-Learning-Initativen geflossen sind. Im zweiten Kapitel erstellen die Autoren eine exemplarische Situationsanalyse hochschulischer E-Learning-Vorhaben, die sich auf die Förderprojekte im Rahmen des grossangelegten BMBF-Förderprogramms „Neue Medien in der Bildung“ (NMB) beziehen. Bei dieser Sammlung stellte das HIS bereits Fragen zum nachhaltigen Einsatz der entwickelten E-Learning-Angebote, um empirisches Material für weitergehende Perspektiven zu erhalten, auf die im nächsten Kapitel eingegangen wird. Dieses beschäftigt sich mit Massnahmen zur Sicherung der Nachhaltigkeit von E-Learning, was neben den deskriptiven Beschreibungen lancierter Initiativen den Kern der analytischen Arbeit des Berichts ausmacht.

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung ist ein E-Learning-Vorhaben dann nachhaltig, wenn

Damit rückt die Studie den Aspekt der Finanzierung eines Projektes in den Vordergrund, um die Weiterentwicklung der Resultate (Produkte und Services) sicherzustellen.Zur Erzielung von Nachhaltigkeit schlagen die Autoren einen Massnahmenkatalog in den folgenden Bereichen vor:

Diese Massnahmen sind auf verschiedenen Ebenen bzw. Beteiligte zu berücksichtigen, wodurch sich ein sehr differenziertes Vorgehen ergibt:

Bei den Akteuren wurden zu anfangs auch noch die Gruppe der Unternehmen mit aufgeführt. Daher bleibt fraglich, ob es sich auch für diese Gruppe lohnen würde, Massnahmen in diesem Kontext zu überlegen. Darüber hinaus ist fraglich, ob weiterhin bei den Projekten nur die Pioniere angesprochen werden sollen.

Das letzte Kapitel bietet einen deskriptiven Überblick über E-Learning-Supporteinrichtungen an deutschen Hochschulen, um unterschiedliche Organisationsmodelle, wie beispielsweise eine neue Arbeitsstelle an einer bestehender Einrichtung, ein Netzwerk aus (neuen und) bestehenden Einrichtungen und die Schaffung einer neuen zentrale Einrichtung, vorzustellen. Hier hätte sich der Leser gewünscht, dass ein stärkerer Vergleich der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Organisationsmodelle herausgearbeitet wird. Dieses letzte Kapitel steht etwas isoliert zum restlichen Projektbericht und hätte vermutlich einen eigenen, separaten Arbeitsbericht einnehmen können.

Insgesamt ist die Studie ein umfassendes Nachschlagewerk für zentrale Förderprojekte, deren Strategien und Entwicklungsperspektiven. Der vorgestellte Massnahmenkatalog zur Nachhaltigkeit von E-Learning ist umfassend und differenziert und enthält somit relevante Ansatzpunkte, die Finanz- und Fördermittelgeber, Hochschulen sowie einzelne Projektverantwortliche zur Sicherung der Nachhaltigkeit ihrer E-Learning-Initiativen heranziehen können, um grobe Fehlerquellen bereits in der Planungsphase zu vermeiden.